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afé - eine Kurzgeschichte in Text und Bildern

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 Café


#15

Grit Gitschel

Und wie geht es dann mit dem Café weiter ?

Sicherlich fragt Ihr Euch jetzt: Das kann doch nicht alles gewesen sein?! Im Grunde genommen ist es das auch nicht, aber bis zu dem Kaffee auf Eurem Frühstückstisch übernehmen meist andere das Geschäft. Der weltgrößte Kaffee-Exporteur ist Deutschland! In Nicaragua und allen anderen Kaffee produzierenden Ländern wird meist nur der Rohkaffee verkauft, aber nicht weiterverarbeitet. Das eigentliche Geschäft mit dem Kaffee machen dann die so genannten zivilisierten Länder. Sie rösten, mischen, mahlen und verpacken den Kaffee schön und bieten ihn zu einem Preis an, der mich immer wieder zu der Erkenntnis kommen lässt, dass sich ehrliche Arbeit nicht lohnt..

Wer aber dennoch wissen will, wie es mit dem Kaffee weitergeht, dem sei noch folgendes erzählt: Der Kaffee wird auf riesigen Freiflächen getrocknet, bis er zur Weiterverarbeitung geeignet ist. Er besitzt immer noch eine feine zarte silberne Haut, die in einem weiteren Schälvorgang entfernt wird und anschließend wird er je nach Geschmack und Qualitätsgrad geröstet und gemahlen. Übrigens muß an dieser Stelle aber auch gesagt werden, dass sich seit einiger Zeit ein paar kleine Unternehmen in Nicaragua mit dem Rösten und Verkauf des fertigen Produkts befassen.

Der normale Verbraucher auf dem Land, röstet die minderwertigen Kaffeebohnen nach alter Tradition auf dem comal*, zerreibt sie dann und in kochendem Wasser wird das Kaffeepulver aufgekocht. Der Kaffee setzt sich und das schwarze Gesöff wird mit viel Zucker möglichst heiß getrunken.

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